Erfolg für die Berggorillas

(Foto: Flickr / weesam2010 - Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0)

11.06.2014

 

Wir dürfen wieder hoffen, dass die letzten Berggorillas unserer Erde überleben: Die britische Ölfirma Soco International Plc gibt nach und zieht die Pläne zur Ölförderung im Virunga-Nationalpark zurück. Das erklärte das Unternehmen. Auch die Untersuchungen im Edwardsee sollen demnächst beendet werden.

 

Die Ölförderung hätte die Heimat der seltenen Menschenaffen in Afrikas ältestem Nationalpark zerstört. Schon der Bürgerkrieg in der Demokratischen Republik Kongo bedroht Menschen, Tiere und Natur.

 

Die Entscheidung ist ein Riesenerfolg der jahrelangen Proteste von Aktivisten vor Ort und Natur- und Tierschützern aus aller Welt. Etwa 380 der vom Aussterben bedrohten Berggorillas leben in den Regenwäldern von Virunga – gemeinsam mit vielen weiteren Wildtieren wie Elefanten, Flusspferden und Schimpansen.

 

Auch Rettet den Regenwald hatte mit Petitionen (siehe Virunga: Erdölsuche im Land der Gorillas) an der Kampagne teilgenommen. 68.000 Menschen unterzeichneten im März 2014 unseren Appell an den Firmenchef von Soco. Mit Artikeln hat der Verein mehrfach über die Situation in Virunga und die Kampagne berichtet und mit Spenden über insgesamt 90.000 Euro die Umweltschützer bei ihrer Arbeit vor Ort unterstützt. Fazit Petitionen helfen: Hier die Aktuellen: http://www.regenwald.org/aktion

 

Bereits 2013 hatte sich der französische Ölkonzern Total aufgrund des öffentlichen Drucks aus Virunga zurückgezogen. Auch die UNESCO hatte sich mehrfach gegen die Aktivitäten von Ölfirmen in Viruna ausgesprochen. Der 790.000 Hektar große Nationalpark im Osten des Kongo ist seit 1979 ein Weltnaturerbe der UNESCO.

 

Nun sollte die Regierung der Demokratischen Republik Kongo ein Zeichen setzen und die Ölkonzessionen im Virunga-Nationalpark endgültig zurücknehmen - zum Schutz der Natur und für die Zukunft der dort lebenden Menschen. An den Ufern des Edwardsees im Virunga-Nationalpark leben etwa 50.000 Einwohner vor allem vom Fischfang und Ökotourismus.

 

Lokale Aktivisten äußern sich allerdings verhaltener. Sie weisen darauf hin, dass Soco vorher noch die seismischen Untersuchungen in dem Gebiet abschließen will. Und hinter den Kulissen scheint Soco die Regierung darauf zu drängen, den Schutzstatus für Virunga aufzuheben oder die Grenzen des Nationalparks zu verschieben. Entsprechende Äußerungen soll der Vizechef des Unternehmen Roger Cagle gegenüber der Zeitung Times gemacht haben.

Quelle: http://www.regenwald.org/erfolge/5977/erfolg-fuer-die-berggorillas 29.06.14 20.00h

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