Psalm 118a

Dankt dem Herrn, denn er ist gütig, seine Liebe währt ewig.

Ich hatte letztens eine spannende Unterhaltung mit einem Atheisten, der auch zu allem Überfluss Philosophie in zwei Semestern hatte ;). Es war ein langes Gespräch, was eigentlich zu keinem Schluss führte, weil wir beide eine Meinung hatten, nämlich, dass man Gott erst selbst erfahren müsste, um an ihn zu glauben..aber ihm dazu eben auch Raum geben müsste. Was er nicht wollte, ich aber getan hatte. Durch dieses lange Gespräch wurden allerdings auch viele meiner Zweifel wieder angesprochen, z.B. das Gott zwar sagt, er bliebe immer gleich bzw das auch oft in der Bibel steht, aber er doch eher wankelmütig erscheint und gerade zwischen altem und neuem Testament gravierende Unterschiede in seinem Charakter festzustellen sind. Wenn man allein an die vielen durch Gottes Hand Getöteten nachdenkt..
Trotzdem glaube ich daran, dass seine Liebe ewig währt und er wirklich gütig ist. Das ist eine feste Überzeugung von mir. Klar, von Überzeugungen kann man sich nichts kaufen, von Wissen aber auch nicht.
Grüße an die promovierten Taxifahrer.

In meiner Angst rief ich zum Herrn; er hat mich erhört und befreit.

Ich finde es meistens sehr interessant zu beobachten in welchen Situationen Bibeltexte stehen. Ob dieser Psalmist nun wirklich befreit wurde, oder von seiner Angst befreit wurde, weiß ich leider nicht, aber beides ist durchaus im Bereich des  Möglichen für mich. Wichtig finde ich aber auch, dass Gott unsere Gebete erhört und dann auch handelt. Wenn er nicht handelt ist das quasi auch schon handeln, denn man kann nicht nicht kommunizieren ;) Ne, ich denke, dass er immer unser bestes will, auch wenn wir seine Pläne manchmal einfach nicht verstehen können. Aber ich bin davon überzeugt, dass er unsere Gebete nicht ignoriert.

Der Herr ist bei mir, ich fürcht mich nicht.

So blöd das klingt, aber ich hab Angst im Dunkeln. Meine durchaus sehr lebendige Fantasie hört, sieht und spürt dann einiges, was sie mir mitteilen möchte, und meine Reaktion ist darauf mir die Panik auszureden. Ich bete dann. Und sage mir, dass Gott ja da ist. Er wird mich schützen, egal, ob ich jetzt von der Treppe falle, oder mich eine 2m große Ratte anspringt, wenn ich in den Keller gehe.

Was können Menschen mir antun?

Nur menschliches. Das ist zwar sehr oft äußerst schlimm und dramatisch und hinterlässt auch z.T. irreparable Spuren, aber ich kann trotzdem weiterhin zu Gott kommen und bei ihm Trost suchen. Ich kann an den Erlebnissen wachsen, denn sie können mich nicht zerstören. Ich nehme meine Kraft von Gott. Egal, ob das die Kraft ist bei was durchzuhalten, mir meine gute Laune zu erhalten, oder überhaupt erst hervorzurufen, oder das Leid anderer auf mich zu nehmen.

Der Herr ist bei mir, er ist mein Helfer; den Feind habe ich besiegt.

Ich sage zwar auch oft: Das hab ich gemacht. Aber gerade wenn es um große Aufgaben geht, die man eigentlich gar nicht alleine schaffen kann, weil unfassbar viele äußere Umstände bedacht werden müssen, ist es meist Gottes Werk. Oder er hat hald mitgeholfen. Ich versuche mir dann oft auszureden, dass es allein meine Kraft war, weil es war mit Sicherheit nicht so. Klar, es war auch meine Kraft, aber eben nicht nur.

Besser, sich zu bergen beim Herrn, als auf Menschen zu bauen.

Weil Menschen einen so oft enttäuschen. Wenn Gott mich bis jetzt enttäuscht hat, durfte ich später immer feststellen, dass es eigentlich besser war. Bei Menschen hat sich das eher selten herausgestellt und ihre Motive waren wohl auch anders.

Besser, sich zu bergen beim Herrn, als auf die Mächtigen zu bauen.

Weil: Menschen.. ;) Ich mag Menschen, keine Frage, aber ich find sie auch ultranervig.. ;)

Ich wurde hart gestoßen, sollte stürzen; aber der Herr hat mir geholfen.

Menschen kennen Gottes Pläne nicht und wollen sie ganz oft auch nicht kennen. Deswegen funktionieren sie auch häufig nicht, weil Gott will das Beste für uns, und wir wollen einfach nur das, was wir wollen. Aus einer spontanen Laune heraus, oder keine Ahnung. Aber häufig sind unsere Pläne nicht gut. So wie der Plan von dem Typen, der den Psalmisten stürzen wollte ;) Hat nicht so gut funktioniert :b

Meine Stärke und mein Lied ist der Herr; er ist für mich zum Retter geworden.

Jab. Er ist auch zu meinem Retter geworden. In ganz vielen Fällen schon und ich finds ziemlich nice :)

Freudenrufe und Jubel erschallen in den Zelten der Gerechten.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0