Psalm 10 - Toleranz oder Wischiwaschi?

Das ist wirklich nur ein sehr kleiner Gedankenblitz zu folgendem Psalm :

Wie sehr diesen Menschen es gegen den Strich geht, dass nicht alle an Gott glauben bzw. über ihn hergezogen wird !


Wie anders ist das doch in unserer Zeit:

Tausende Witze über jegliche Art von Göttern findet man beim Durchstreifen des Internets und wer sich darüber aufregt ist entweder abgestempelt mit "fanatisch" oder "altmodisch".


Warum ist das so?


Natürlich, die gegenwärtige Situation lässt viele Menschen glauben, dass alles, was sich an eine religiöse Schrift hält fanatisch ist, wegen der Attentate auf Paris und noch so anderes Gedöhns was gerade abläuft (wobei häufig vergessen wird, dass die friedlichen und "moderaten" Gläubigen ihre friedliche und moderate Seite auch aus diesen Schriften haben). 


Außerdem hat der Pluralismus auch die Theologien und Religionen erreicht, sodass es normal sein 'muss' (?) die Existenz von anderen Göttern zumindest nicht abzustreiten. Sonst könnte man den anderen ja verletzen ... oder empören ... oder ähnliches. Das ist zwar schön und gut, aber hat nicht jede Religion, schon allein aus logischen Gründen, einen Absolutheitsanspruch? Einen "Es gibt keine anderen Götter - ich bin Begründer/Schöpfer der einzig wahren Religion!" - Anspruch. Alles andere wäre höchst unsinnig (so unsinnig manche Religionen sowieso schon erscheinen mögen, das wäre wirklich ein Untergang von erster Güte).


Diesen Pluralismus gab es im historischen Kontext des Psalms auf gar keine Fall: Das Judentum war die erste monotheistische Religion zu seiner Zeit. 


Aber hier stellt sich mir jetzt wirklich die Frage:


Stehen wir zu unserem Glauben, wenn jemand anders Witze über Gott erzählt und sie eher bösartig als lustig meint und wir stellen uns nicht dagegen.


Sind wir fanatisch und bösartig, wenn wir zu Andersglaubenden sagen: Ich glaube daran, dass mein Gott der wahre Gott ist?


Oder tut das gar nichts zur Sache, wenn wir es einfach nicht tun?

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