Die Feder eines Greifs - Conelia Funke _ nervenkeks liest #1


Cornelia Funke Drachenreiter Die Feder eines Greifs Dressler Verlag Buch Review

Dieses Buch war ein Weihnachtsgeschenk meiner Schwester.

 

Ich hatte als Kind den ersten Teil davon (Der Drachenreiter) gelesen und hatte es immer gut in Erinnerung behalten.

 

Man sollte dazu wissen, dass ich die Eigenart habe mir meist nicht den Inhalt, oder konkrete Ereignisse, Namen, Orte usw. aus den Büchern zu merken, sondern meist nur die Stimmung, die ich beim Lesen hatte.

Mir bleiben sogar häufig nur die Bücher in Erinnerung, bei denen ich ein gutes Gefühl während des Lesens hatte und damit meine ich nicht, dass ich die ganze Zeit gut gelaunt war. Häufig bin ich bei Büchern von Angst geplagt, verliebt, enttäuscht, überrascht, belustigt, unfassbar traurig aber auch todesmutig, verstört und beschämt.

Nun beim Drachenreiter war ich noch sehr kindlich und hatte eine sehr positive kindliche Erinnerung an ein gutes, unterhaltsames Buch.

 

Jetzt ist Die Feder eines Greifs natürlich die Fortsetzung dieses Buchs und mit Fortsetzungen, wenn sie nicht schon als solche im ersten Buch angekündigt wurden, bin ich sehr kritisch gegenüber. Von Anfang an war also meine Stimmung eher mittelmäßig. Was natürlich auch damit zusammenhängt, dass ich jetzt zu den jungen Erwachsenen zähle und mir jetzt schon häufiger auffiel, dass ich klassische Jugendbücher nicht mehr so gerne lese, weil sie mir irgendwie flach vorkommen.

 

Und so hat mich der Anfang auch nicht wirklich mitgenommen: Die Familie Wiesengrund, die man noch aus dem ersten Teil kennt, hat eine Art Seehundauffangstation (bekannt aus Funk und Fernsehen: Hallo Robby!) nur für Fabeltiere aufgebaut. Und natürlich ist dort alles ökologisch. Und das wird hervorgehoben, an jeder Ecke und an jedem Ende des Buches.

"Dies läuft mit Wasser und ohne Sprit - für die Umwelt. Hier sind die bösen Wilderer - gegen die Umwelt. Dies wird so gehandhabt - für die Umwelt. Oh nein! Seht hier! Schlimme Dinge - gegen die Umwelt." Das hat an der ein oder anderen Stelle meinen Lesefluss fast schon unterbrochen, da ich es an mancher Stelle ein bisschen überbetont fand. Natürlich finde ich es prinzipiell gut in einem Jugendbuch und Kinderbuch das Thema Umweltschutz anzusprechen, aber ich bin gerade mit dem Thema einfach übersättigt und fand es persönlich eher nicht so geschickt in die Handlung eingebettet.

 

Aber.

Ansonsten fand ich dieses Buch sehr schön : )
Ich musste grinsen, ich hab meine Fingernägel abgekaut,  ich hatte sogar ein, zweimal Tränchen in den Äuglein.

Die ganze Handlung hat mir sehr gut gefallen, die Charakterdesigns waren verständlich, nicht so flach, wie befürchtet, sondern einfühlsam und die Schauplätze interessant gewählt.

Außerdem wurden wieder einige neue Fabelwesen eingeführt, was mir immer besonders Spaß macht zu lesen. Ihre Eigenarten kennen zu lernen, ihr Aussehen zu erkennen, ihre Besonderheiten, ...

 

Somit kann ich auf jeden Fall beschließen dieses Buch zu behalten (ich habe mir vorgenommen nur noch Bücher zu behalten, die ich auf jeden Fall nochmal lesen werde) und kann es guten Herzens an Menschen weiterempfehlen, die der Jugendliteratur nicht abgeneigt sind und generell die Bücher von Cornelia Funke mögen, so wie ich^^


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