Walter Moers

Zum Autor: Er ist ein Genie!

Für mich ist er auf derselben Ebene wie Tolkien, weil er den Kontinent Zamonien erfunden hat (*klick* für Wikipediaartikel..alles andere würde den Rahmen sprengen). Und er illustriert seine Bücher selbst, was ich immer äußerst sympatisch finde, wenn das jemand macht :)

Manche kennen ihn vielleicht auch vom Kleinen Arschloch, oder aus dem Video Der Bonker, aber das find ich ist absolut gar nichts im Vergleich zu seinen Zamonien-Romanen. Die sind wunderschön und haben (abgesehen vom Schrecksenmeister) nicht wirklich so einen dramatischen Anstieg, sind nicht immer so fesselnd, aber beschreiben einfach ganz wundervoll diesen Kontinent mit all seinen Erscheinungsfromen..und das sind wirklich ganz geniale^^

 

Gelesen habe ich bis jetzt davon:

 

Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär (das sollte man auch wirklich als Anfangsbuch nehmen, um in die Logik von diesem Kontinent einzusteigen ;))

 

Der Schrecksenmeister (ein wunderschöner und herzzereißender kulinarischer Roman)

 

Die Stadt der träumenden Bücher - finde ich zwischenzeitlich sehr spannend, liebe die Details davon und die Beschreibungen der Gerüche, die ich mir hauptsächlich nur grob vorstellen kann. Die ganze Stadt als Gesamtwerk ist fantastisch und die Welt der Katakomben liebevoll ausgedacht und detailreich gestaltet. Ab und an hat mir aber die Ausgestaltung von Charakteren gefehlt, ihre Gefühlswelt . . . und ich bin leider eben eine Person, die Mythenmetz (den Ich-Erzähler dieses Buches) nicht sonderlich leiden kann . . aber manchmal ist er ganz ok^^ So finde ich das Buch ganz gut, nicht ultra awesome, aber schon durchaus über mittelmäßig, falls mir bis hierhin jemand folgen kann : ) Die Person des Schattenkönigs . . ist noch mal so ein Extrapunkt. Über dieses Mysterium bin ich mir selbst noch nicht einig, wie ich es finden soll. . so ganz nebenbei noch bemerkt^^

 

Das Labyrinth der träumenden Bücher

 

Ensel und Kretel  - ist übrigens der bis jetzt schwächste Teil dieser Büchergruppe.

   Durch die Mythenmetzsche Abschweifung wird eben leider wirklich der Erzählfluss genommen und noch nicht mal schöne Nebengeschichten oder interessantes über den Kontinent und seine Bewohner preisgegeben, sondern nur das eingebildete Geschwätz des fiktiven Autors. . . . Den ich als Protagonisten nur bedingt mag, aber ich vermute, dass das gewollt ist ; ) Sonst hätte Moers ihn deutlich sympatischer zeichnen können (wie z.B. an Echo im Schrecksenmeister zu sehen : )). Und leider finde ich den "Endkampf" der beiden Hauptfiguren nicht so schön ausgeschmückt und auch die Spannungskurve ist irgendwie.. seltsam . . sie wirkt nicht nur relativ flach, wie in den anderen Büchern (bis zum tatsächlich endlich erreichten Höhepunkt), sondern auch . . . ja ich vermisse sie größtenteils. Also die große, allbuchumfassende Kurve. Natürlich hat das Buch spannende Stellen, aber joa . . 

 

Hierbei sei noch angemerkt, dass ich den Schrecksenmeister und Das Labyrinth der träumenden Bücher nicht gelesen, sondern als Hörbuch gehört habe. Und zwar gelesen von der schönsten deutschen Vorleserstimme: Andreas Fröhlich <3 :)